Ich bin sichtbarer Atem

Aktualisiert: 1. Sept.

Es ist schon nicht ganz soooo leicht es Videölis zu drehen. Mein innerer Kritiker wurde zum Teil sehr laut! Ich musste erst Mal Frieden mit mir schliessen!

Atemtherapie und Massagen Judith Tschopp, Allschwil, Basel

Nachdem ich aber die Atemübung fürs Video so viel mal geübt habe, damit das Ganze auch eine Falle macht, wurde ich zunehmend gelassener. Meine Füsse wurden weich und gross, mein Atem länger und tiefer. Der neu gewonnene Boden unter meinen belebten Füssen, sprich, das gewonnene Vertrauen lässt mich mutig sein und so stelle ich nun die Videos zur Verfügung.


Atemübung

Weil diese Übung, bzw.Vanessa, mir die Lunge in den Fersen/die Ferse in der Lunge offenbart hat möchte ich sie Dir hier vorstellen.


Damit Du auch genau weisst, wie das mit den Füssen geht, habe ich im nächsten Video von gaaaanz nah gefilmt (mit meinem Handy).


Ich benutze ein Bälleli aus Schaumstoff. Nicht allzu weich und nicht ganz so hart wie ein Tennisball. Wobei es auch ein Tennisball in der Not tut.


Erst richte ich mich mit einen hüftbreiten Stand ein. Die Bälleli werden unter den Fersen platziert. Ich laufe an Ort und Stelle probiere den Umgang mit den Bälleli aus.

Mit der Zeit verlagere ich das Gewicht auf den Vorderfuss, i zechele, um dann wieder in die Ausgangsstellung zurück zu kehren. Auch das probiere ich ein paar Mal aus, bis ich mit dem Ablauf und der Übung Sicherheit gewinne. Zeigt sich der Atem schon?

Bereits nach kurzem Üben, werden die Füsse beweglicher und wollen sich weiter ausbreiten. Der Fuss muss sich neu ausrichten. Dazu kann ich die Bälle wegnehmen, ein paar Schritte gehen und der neuen Fussempfindung nachgehen. Vielleicht laufe ich schon anders? Hat es schon eine Auswirkung auf Beine, Becken, Rücken? Vielleicht schon auf den Atem? Sich Zeit lassen, achtsam sein, das lohnt sich tausendfach.....


Mit zunehmender Sicherheit nehme ich die Arme dazu.

Wenn ich mich auf den Vorderfuss stelle, weite ich meine Arme seitlich aus, fast wie Flügel und wenn ich mich auf die Ferse sinken lasse, lasse ich ebenfalls meine Arme und Schultern sinken und gebe mein Gewicht dem Boden ab.

Mit der Zeit wird der Atem folgen und ich kann ihn mit meinen Armen begleiten und das weit und schmal unterstützen und vielleicht auch fördern - aber nicht fordern!

Zulassen wäre die Zauberformel.

Wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle und ich die Arme seitlich nach oben weite, lade ich den Atem ein. Ich locke den Einatmen. Schwinge ich mit den Armen zurück und die Fersen sinken gleichzeitig zum Boden hin, wird der Atem schon rein anatomisch entlassen. Es entsteht Ausatem. Die Fersen am Boden angekommen, der Schultergürtel gelassen, warte ich einfach, bis der nächste Einatem-Impuls kommt und beginne die Übung von vorne. Aufs Neue. Ich forsche. Er-warte den Atem wie er sich jetzt zeigt und begleite ihn achtsam mit meiner Bewegung. Ich bin präsent. Ich bin sichtbarer Atem.


Übt Frau oder Mann längere Zeit, entsteht gerne eine natürliche Pause nach dem Ausatem. Sehr gut sichtbar bei mir in den letzten 3 Übungssequenzen. Und sorry kehre ich Dir den Rücken zu, die Bälleli sollten sichtbar sein.


Wenn ich dann fertig geübt habe, nehme ich mir noch einen Moment Zeit und geniesse die Früchte der Übung.

  • Wo ist meine Atembewegung am stärksten?

  • Wie ist mein Ausatem jetzt? Habe ich eine Pause?

  • Wie empfinde ich meine Füsse?

  • Mein Stand? Mein Rücken? Habe ich Boden unter den Füssen?

  • Wie ist meine Stimmung jetzt?

  • Wie geht es mir?

Je nach dem was die Übung für Dich eröffnen soll oder wo Dein Fokus liegt, könntest Du Dir diese oder andere Fragen nach und auch während der Übung stellen.

Du siehst, Atemübungen, achtsam und mit Hingabe geübt, bergen Schätze in sich die entdeckt werden wollen. Der erfahrbare Atem eben.


Nach Atemübungen ist es nicht selten, dass Erlebnisse, Erfahrungen aus dem Unbewussten aufsteigen. Geschenke sozusagen, die uns das Unbewusste offenbart. Indem wir nach der Atemübung innehalten und nachspüren (wie wir Atemtherapeuten sagen) können diese Bilder reflektiert und allenfalls aufgelöst werden. Schenken wir diesen Bildern keine Beachtung tauchen diese einfach wieder ins Unbewusste ab und gehen vergessen - bis sie irgendwann wieder an die Oberfläche kommen...


Zusammengefasst:

Wenn Du an Deinem Ausatem arbeiten willst, wenn Du Ruhe und Gelassenheit brauchst, Boden unter den Füssen benötigst, wenn Du Standhaftigkeit, Vertrauen, Stärkung und Sicherheit bedarfst dann probier doch mal diese Übung. Weitere Info's unter https://www.schnuufe.ch/atemtherapie


Übrigens mein Mantra ist :


"ich bin sichtbarer Atem"


....zumindest bis ich ein Feedback auf meine Videölis erhalten habe. Schliesslich soll mich das Mantra an meinen Atem und Füsse an eine gute Bodenhaftung erinnern.

Ob sie Dir wohl gefallen? Bin ganz aufgeregt.


Einatem - Ausatem - Pause


Love Judith

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