• Judith

Rauhnächte, 13 Wünsche und die wilden Weiber!

Kürzlich habe ich ein nachahmungswürdiges Ritual für die Rauhnächte entdeckt.

Frau liest ja viel über diese magischen Nächte! Sie faszinieren mich seit geraumer Zeit! Inzwischen ist es bei uns schon zum Brauch geworden an den zwölf Nächten zwischen den Zeiten kleine Opfergaben darzubringen.


Vielleicht muss ich noch kurz erwähnen was Rauhnächte überhaupt sind.

Der Ursprung findet sich im Widerspruch zwischen dem lunaren und solaren Kalender. Während das Mondjahr 354 Tage zählt und der Sonnenkalender 365 Tage bietet, bleiben elf Tage, bzw. 12 Nächte übrig. Eben die Nächte zwischen den Jahren.

Den Rauhnächten wird eine besondere Erfüllungskraft nachgesagt. Wenn Frau es richtig anstellt, wird sie laut Überlieferung von den wilden Weibern beglückt mit Fruchtbarkeit und Geschenken. In diesen zwölf Nächten sind alle Gesetze ausser Kraft - es herrscht Regellosigkeit! Frau Holle, wie sie im Norden genannt wird, in prähistorischer Zeit war es die Muttergöttin und in unserem Breitengrad ist es die Percht, sie ist die Anführerin der Wilden Jagd die durch die Lüfte reiten, zischen und heulen!


Gut wenn Du in diesen Nächten keine Wäsche zum trockenen raushängst, sonst wird sich noch so ein wildes Weib darin verfangen und wilde Weiber sind gar unbequem durchs ganze Jahr. Besser ist's, Du stellst ihnen Wein und ein gutes Essen hin, damit sie Dir wohlgesinnt sind und bleiben - sie werden's dir sicher verdenken....

So zum Start gibts bei uns Bier, Apfel und Brot! Frau sollte sich ja noch steigern können! Wein mögen die wilden Weiber im Fall auch und übrigens essen sie auch gerne vegetarisch....


Die Rauhnächte beginnen an Heilig Abend , 24.12. um 24 Uhr und enden am 5. Januar um 24 Uhr. Eine Rauhnacht dauert also 24 Stunden und jede birgt ihre eigene Qualität!

Die heiligen 3 Könige gehören also schon nicht mehr zu den Rauhnächten.

(Es gibt da verschiedene Meinungen, ich halte mich an diese. Übrigens gibt's inzwischen zu den Rauhnächte unglaublich viele Bücher zum nachlesen.)


Wenn Du in dieser ausserordentlichen Zeit zwischen den Jahren am Morgen noch verschlafen und ruhig im Bett liegst, kannst Du vielleicht erfühlen oder erahnen was für eine Tagesqualität in der Luft liegt. Vielleicht wäre es angesagt ungeklärte Dinge zu bereinigen? Rückschau zu halten? Haus und Büro putzen und auch mal ausräuchern? Das Handy von alten Kontakten befreien? Mich bei lieben Menschen bedanken die mich das Jahr hindurch begleitet haben? Offene Rechnung begleichen und geliehene Dinge zurück bringen? Oh! Da kommt mir doch grad in den Sinn - ich hätte da noch ein Spiel das....


Nun bin ich aber abgeschweift...

...13 Wünsche, ja! Rauhnächte sind magisch! Drum ist jetzt die richtigste Zeit für 13 Wünsche!


Das geht ganz einfach! 13 Wünsche auf 13 Zettelchen schreiben, die Zettel alle gleich gross falten...

und sie in ein Säckchen geben....

In der ersten Rauhnacht wird der erste Zettel gezogen und ungelesen verbrannt!

Der Wunsch wird so der geistigen Welt übergeben. Jetzt dürfen oder können sich die höheren Kräfte und Mächte darum kümmern.


Gut wärs schon dies mit Respekt, Andacht, Ruhe und in Stille zu tun. In diesen Momenten achte ich mich ganz besonders was mich innerlich bewegt, in den Sinn kommt, wie sich mein Atem zeigt, was mein Bauch sagt und mein Herz fühlt...


Die Asche übergebe ich der Erde (ich dem Blumentopf) und bedanke mich mit Respekt.

Das selbe Ritual übe ich jede Rauhnacht aus.


Das letzte Zettelchen allerdings, öffne ich und lese den Wunsch!

Dieser Wunsch ist der Wunsch, an dem ich selber arbeiten muss, wenn er denn in Erfüllung gehen soll! Dafür habe ich jetzt das ganz Zeit...


Schön gäll? Manchmal muss Frau halt selbst Hand anlegen.


Von Herzen wünsche ich Dir in dieser lichtvollen Zeit wunderbare und magische Augenblicke...


Danke hast Du mein "Gschichtli" gelesen!


besinnliche Weihnachten&love&happiness


Judith

© 2019 Judith Tschopp  Baslerstrasse 262  4123 Allschwil  Tel. 079 385 68 87  Sie akzeptieren Cookies wenn Sie weiter meine Homepage nutzen!